worth living today: 9.55am, and only 5 minutes to go until this horrible statistics lecture is over …
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Die Persönlichkeit stellt ein extrem stabiles psychologisches Konstrukt dar, was uns Psychologen gerade bei Störungen der Persönlichkeit (z.B. der antisozialen Persönlichkeitsstörung oder der Borderline Persönlichkeitsstörung) große Schwierigkeiten bei der Therapie bereitet. Man kann diesen Menschen im Grunde lediglich beibringen, wie sie am besten mit ihrer bestehenden Persönlichkeit umgehen können, man kann ihnen Psychoedukation anbieten und ihre Awareness steigern – aber man kann die Persönlichkeit nicht wirklich in einer Therapie dauerhaft verändern.
In den letzten zehn Jahren ist allerdings ein psychologisches Phänomen in das Rampenlicht der Forschung gerückt, was bei Menschen langfristige und dauerhafte Veränderungen zentraler Strukturen zu ermöglichen erscheint: Posttraumatisches Wachstum.
Zwei Definitionen von posttraumatisches Wachstum:
- “Post-traumatic growth may affect adjustment outcomes via biological, psychological, and social pathways. For instance, individuals who have grown psychologically from trauma may show quicker cortisol habituation to other stressors […]. Individuals who acquire skills or knowledge in a traumatic event may develop a sense of competence in facing future life crisis. Receiving assistance from others in a traumatic situation may also facilitate a greater trust in one’s social relationship.” (Cheng et al., 2006)
- Desweiteren kann man (A) posttraumatisches Wachstum von (B) der Erholung von einem Trauma ohne Wachstum (der Rückkehr zum prätraumatischen Stand) sowie (C) dem reinen Überleben des Traumas abgrenzen. (O’Leary & Ickovics, 1995)
Ich habe im letzten halben Jahr im Rahmen einer Seminararbeit nach und nach eine Zusammenfassung der Literatur, die seit dem Jahre 2003 veröffentlicht wurde, geschrieben – vielleicht interessiert es euch ja:
— Seminararbeit Posttraumatisches Wachstum (pdf)
Das Erstsemesterwochenende 2007 ist zwar jetzt schon einige Wochen her, aber trotzdem war es lebenswert, und daher, als Nachtrag, endlich der abgeänderte Text des Liedes, dass uns die Erstis als Dankeschön für das tolle Wochenende zum Abschluss gesungen haben:
Ihr seid der Sonnenschein, an unserm Firmament.
Ihr seid die Fachschaft vom Psycho-Department.
Ihr seid der frische Wind, der durch die Uni zieht.
Merci, dass es euch gibt …Wir danken euch für’s Wochenend am Frauensee.
Und für die Schitzeljagd trotz Eis und Wind und Schnee.
Für die Sonderschichten, die ihr für uns schiebt –
Merci, dass es euch gibt …Esther Max Isi Tom Eiko und Elin’,
uns wurde warm ums Herz auch ohne ‘nen Kamin.
Ihr habt’s geschafft: wir haben uns in euch verliebt!
Merci, dass es euch gibt …
Danke liebe Erstis – ich bin immer noch total gerührt wenn ich an das Wochenende und euch denke!
Die Dozentin, die meine Seminararbeit korrigieren wird, an der ich gerade arbeite, wird mir einfach *niemals* abnehmen, dass ich mir diese Zitation nicht selbst ausgedacht habe:
Cheng, S. K. W., Chong, G. H. C., Chang, S. S. Y., Wong, C. W., Wong, C. S. Y., Wong, M. T. P. & Wong, K. C. (2006). Adjustment to severe acute respiratory syndrome (SARS): Roles of appraisal and post-traumatic growth. Psychology and Health, 21(3), 301-317
Im Fließtext wirkt es noch eleganter:
Als Erklärung des Begriffes Post Traumatic Growth finde ich persönlich die Umschreibung von Cheng et al. (Cheng, Chong, Chang, Wong, Wong, Wong, Wong, 2006) am anschaulichsten:
Die Universitäten Freiburg und Konstanz befreien diejenigen Studierenden von Studiengebühren (ich meine natürlich Studienbeiträge, das klingt gleich viel konstruktiver, billiger, euphemistischer), die in einem Test einen IQ von über 130 erzielen.
Ein paar Punkte, die dazu zu diskutieren sind:
* Ein hoher IQ garantiert keine Spitzenleistungen.
* Die Persönlichkeits- und Intelligenzforschung zeigt, dass Intelligenz ein sehr stabiles Merkmal ist, dass eine sehr starke genetische Komponente hat (die Umweltkomponente ist lediglich einschränkend – man kann den potentiell hohen IQ eines überdurchschnittlich begabten Kindes durch Vernachlässigung/Mißbrauch/fehlende Reafferenz senken, aber nicht ein Kind mit einem IQ von 75 durch Trainings wirklich intelligenter machen). Und auch wenn der Begriff schwierig ist, verwende ich ihn hier in diesem Kontext: Sozialdarwinismus !
* Die Universitäten haben das Interesse, die “besten” auszubilden, um dann auch die besten Abgänger zu erhalten. Die Fakultäten, die Bundesländer, die Staaten selbst haben Interesse, die besten auszubilden. Und Auswahlkriterien sind ein notwendiger Schritt zur Erreichung dieses Ziels. Allerdings sehe ich in dieser IQ Relegung kein gelungenes Selektionskriterium – was sagt denn der fachunspezifische IQ über Lernmotivation, Studien- und Berufspassung, Studien- und Berufsleistungen et cetera aus?
* Und muss man denn, um ein guter Pädagoge zu werden, oder ein guter Psychologe, Geograph, Historiker, Linguist oder Sinologe einen IQ jenseits von 2 Standardabweichungen über dem Mittelwert haben? Oder sind da nicht völlig andere Kriterien entscheidend?
* Ein hoher IQ bedeutet statistisch einen deutlich besser situierten familiären Hintergrund, einen deutschen Hintergrund (in IQ Tests fließt natürlich maßgeblich die Fähigkeit ein, die deutsche Sprache zu beherrschen), und eine kurze Studiendauer. Insofern werden, statistisch, dijenigene befreit, denen es finanziell gut geht, die deutsch sind, und die ohnehin kürzer als die anderen studieren. Da ist es ja beruhigend, dass UN Sonderberichterstatter Vernor Muñoz, der im übrigen nach wie vor auf eine Antwort der deutschen Bundesregierung wartet, vor einigen Monaten in der TAZ wörtlich von „sozialer Diskriminierung“ sprach und davon, dass die „Aufstiegschancen der Bevölkerung sehr unterschiedlich verteilt“ seien.
* Es gibt nur ein sehr begrenztes Maß von reliablen und zugleich validen IQ Tests, und zumindest als Psychologiestudient mit Zugang zur Testothek ist es nur eine Frage von Wochen, bis ich die Vorhandenen beherrsche.
What a brave new world that has such people in it.
Vielen lieben Dank für Ihre tolle Lehre, Ihr fachliches Engagement und Ihre überaus menschliche Art, mit anderen umzugehen. Ich habe viel durch Sie und bei Ihnen gelernt, sie waren ein toller Mensch, und es ist sehr sehr traurig, dass Sie so früh von uns gehen mussten.
Der Schlüssel zu einem erfüllten Leben liegt darin, das Unumgängliche zu wollen und dann das Gewollte zu lieben. (F.N.)
[...] Insbesondere in Abschnitt 6.1.3.3 und 6.6 sind die Anwendungskriterien prägnant zusammengefasst. Es ist für die Anwendung deswegen nicht unbedingt notwendig die Darstellungen in Abschnitt 6.1.1 und 6.1.2 in allen Details nachzuvollziehen: Diese Abschnitte sind vor allem für Leser gedacht, die die Hintergründe der Berechnungsgrundlagen verstehen wollen.
“Wollen” ?!?
Wenn ich eine Spur psychotischer wäre würde ich davon ausgehen, dass der Autor mich verhöhnen will. Oder der Dozent, der uns diese Hintergründe für die Klausur lernen lässt …
Due to the fact that I am currently thinking about spending some of the last months of my studies *somewhere* in a German embassy (doesn’t even necessarily have to be within the EU), I wanted to ask you guys if you can recommend specific cities with liberal people, cultural diversity and at least some focus on arts/music.
Alternatively, if you happen to know good universitarian progammes (e.g. paid half-year MA in Canada, etc.) …. details please.
Feel free to post :)
ta-ta
E.
Einiges davon ist sicherlich bekannt – der Vollständigkeit halber aber habe ich zu (fast) allen interessanten Begriffen, die ich heute in meinem Psychopathologie Skript gefunden habe, Erklärungen dazugeschrieben.
Enjoy …
[dieser Beitrag ist momentan in Bearbeitung]
- Meinhaftigkeit = das Erleben der eigenen personalen Identität
- Hypermnesie = stärkere Erinnerungsfähigkeit
- Dysphorie = Gegenteil von Euphorie
- Parathymie = affektive Inadäquatheit
- Dysmorphopsie = Wahrnehmungsstörung, bei dem Farbe oder Form eines Objekts verändert wahrgenommen werden
- Pareidolien = Hineinsehen oder Herausformen in/aus unklar strukturierten optischen Erlebnisfeldern (z.B. Wolken)
- zoenästhetisch = seltsame oder fremdartige Halluzinationen, oft als “gemacht” erscheinend
- Apraxie = Störung von Einzelbewegungen und Bewegungsfolgen
- Aphasie = Sprachstörung (Problem der Wortfindung) [transkortikale Aphasie]
- Agnosie = Störung des Erkennens bei erhaltener Wahrnehmung
- Kachexie = krankhafte, sehr starke Abmagerung
- Oligophrenie = Schwachsinn, Geistesschwäche, Intelligenzdefekt
- Enzephalopathie = Sammelbegriff für krankhafte Veränderungen des Gehirns
- Katalepsie = anhaltende Verharren in einer bestimmten Körperhaltung
- Abulie = krankhafte Willenlosigkeit
- Akute polymorphe psychotische Störung = F.23 des ICD-10, Kategorie “Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen – F20-F29″
- pseudoneurastenisch = vorgetäuschte anhaltende Müdigkeit und Erschöpftheit
- tuberoinfundibulärer Trakt = Dings im Gehirn …
- Suizidant
- Paramnesien = Scheinerinnerungen
- Pseudologie = krankhaftes Lügen
- Echolalie = zwanghaftes Nachsprechen
- Echopraxie = zwanghaftes Nachahmen
- Stupor = Starrezustand des ganzen Körpers bei wachem Bewusstsein, Bewegungen werden nicht oder nur sehr langsam ausgeführt
- Mikropsie: Sehstörung mit verkleinerter Wahrnehmung von Gegenständen.
- Chlormethylisothiazolinon
- Tauopathie
- Asterixis
- pathognomonisch = Symptom, das für eine bestimmte sichere Diagnosestellung hinreichend ist
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