Für eine neue Staffel der Castingserie “Deutschland sucht den Superstar” (abgekürzt DSDS) hatte RTL bei der Stadt Bremen angefragt, ob das Casting für einen regionalen Vorentscheid im Bremer Rathaus erfolgen kann.
Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD):
Die Kandidatinnen und Kandidaten werden bei der Sendung vor einem Millionenpublikum mit Häme, Spott und Beleidigungen überzogen und lächerlich gemacht [...] Sie werden gezielt erniedrigt.
Böhrnsen sagte weiter, die Kommission für Jugendschutz der Landesmedienanstalten sei zu dem Schluss gekommen, dass beleidigende Äußerungen und antisoziales Verhaltung in der Sendung als Normalität hingestellt würden. Die Bremer Bemühungen um eine von gegenseitigem Respekt und Toleranz geprägt Jugendkultur würden durch ein solches Sendeformat geradezu konterkariert.
Schön, dass mal einer sagt, was Sache ist, und den Trend anspricht, den das deutsche Fernsehen seit 5+ Jahren immer weiter verfolgt. Umso trauriger, dass die Leute genau das sehen wollen. Es sagt schon einiges über den Selbstwert von Menschen aus, die gerne sehen, wie andere erniedrigt werden – gemischt mit Sensationsgier, versteht sich. Wenn das so weitergeht, steht in 10 Jahren das erste moderne Colosseum in Europa …
— Quelle: tagesschau.de
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