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	<title>revelation of silence &#187; guest articles</title>
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		<title>kabinettsliste komplett</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 19:15:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>E.</dc:creator>
				<category><![CDATA[germany]]></category>
		<category><![CDATA[guest articles]]></category>
		<category><![CDATA[politics]]></category>

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		<description><![CDATA[Autor: Christian Gosse
Tja, offenbar sind die ersten Casting-Runden der alle vier Jahre stattfindenden Show &#8220;DSDOK&#8221; herum und die Auserwählten werden in den nächsten Wochen einige Workshops absolvieren und in mehreren Mottoshows im Bundestag und auf internationalen Konferenzen ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.
Die diesjährige Jury bestand als &#8220;Mama&#8221; Merkel, &#8220;Grinse&#8221;-Guido und &#8220;Heiland&#8221; Horst und wenig überraschend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Autor: Christian Gosse</strong></p>
<p>Tja, offenbar sind die ersten Casting-Runden der alle vier Jahre stattfindenden Show &#8220;DSDOK&#8221; herum und die Auserwählten werden in den nächsten Wochen einige Workshops absolvieren und in mehreren Mottoshows im Bundestag und auf internationalen Konferenzen ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.<br />
Die diesjährige Jury bestand als &#8220;Mama&#8221; Merkel, &#8220;Grinse&#8221;-Guido und &#8220;Heiland&#8221; Horst und wenig überraschend haben sich zwei der Jurymitglieder selbst ins Kabinett gewählt.</p>
<p>Hier also die voraussichtlichen Finalisten und ihre Ensemblerollen:</p>
<p><strong>Angela Merkel: Bundeskanzlerin</strong><br />
Diese Rolle hatte sie schon die letzten vier Jahre gespielt, doch jetzt hofft sie, mit der neuen Bandbesetzung endlich die Misstöne abgestellt und ein paar harmonische Kantonisten verpflichtet zu haben. Merkels mütterlicher Charme hat sie schon in der letzten Staffel zum Liebling der Zuschauer werden lassen.</p>
<p><strong>Ronald Pofalla: Kanzleramts-Minister</strong><br />
Sozusagen der Notenständer der Kanzlerin. Muss nicht singen, was vielleicht auch ganz gut so ist.</p>
<p><strong>Guido Westerwelle: Außenminister</strong><br />
Singt die zweite Solostimme, vor allem bei internationalen Auftritten. Hat langjährige Bühnenerfahrung, aber gilt beim Publikum oft als ein bisschen selbstverliebt. Hört sich selbst gerne singen.</p>
<p><strong>Wolfgang Schäuble: Finanzminister</strong><br />
Hat durch seine eigenwillige Interpretation des Innenministeriums viel Kritik beim Publikum einstecken müssen, und auch das Verfassungs-Komitee würdigte seine gesetzlichen Leistungen nicht in dem Maße, das er erhofft hatte. Aber chor-intern gilt er als Meister der schwierigen Töne, er singt Tonfolgen, die sich kein anderer traut, nicht mal Guido. Daher vielleicht eine gute Besetzung als Nachfolger für Peer Steinbrück, der ebenfalls sehr außergewöhnliche Tonlagen beherrschte, wie man in der Schweiz, Liechtenstein und Mali feststellte. Für seine neue Rolle hat er zumindest einige Erfahrungen mit Briefumschlägen sammeln können.</p>
<p><strong>Thomas de Maizière: Innenministerium</strong><br />
Gilt als zuverlässiger Notenständer und -umblätterer. Soll seine Kenntnisse mit auch schwierigen Partituren nun im Innenministerium unter Beweis stellen. Das Publikum erhofft von ihm eine wesentlich verträglichere Interpretation des Gesetzesstoffes als sein Vorgänger pflegte.<br />
<span id="more-1813"></span><br />
<strong>Sabine Leutheusser-Schnarrenberger: Justizministerin </strong><br />
Die großartige liberale Sopranistin, die im innerparteilichen Chor erst vor wenigen Jahren ihr an der Basis umjubeltes Comeback gefeiert hatte (was einigen Mitgliedern des Vorstandes einen sehr bemühten Applaus abrang) und durch ihr Gastspiel an der bayrischen Staatsoper weiteres Renommee erwarb, darf ihre alte Rolle als Justizministerin wieder übernehmen. Es besteht jedoch immer die Gefahr, dass sie die Noten einfach fortwirft, wenn man von ihr Gesangseinlagen fordert, die sie moralisch nicht vertreten kann. Vielleicht wurde deshalb der eigenwillige Arrangeur Schäuble abgelöst?</p>
<p><strong>Rainer Brüderle: Wirtschaftsminister</strong><br />
Schon seit vielen Jahren übte Brüderle seine Stimme im stillen Kämmerlein und endlich wird sein Traum wahr, endlich mal auf einer großen Bühne zu stehen. Man könnte ihn also als eine Art Paul Potts der Bundespolitik bezeichnen. Er tritt die Nachfolge des Heldentenors zu Guttenberg an, was wahrlich große Fußstapfen sind, zumindest in Sachen Kleidungsgeschmack und Frisurmode.</p>
<p><strong>Karl-Theodor &#8220;Wilhelm&#8221; zu Guttenberg: Verteidigungsminister</strong><br />
Der Tenor aus Kulmbach hat eine steile Karriere hingelegt, zuerst auf bayrischen Bühnen, dann bei einem kurzen Gastspiel in Berlin, bis er nach dem Ausstieg des alternden Stars Glos kurzerhand ins Ensemble des Bundeskabinetts verpflichtet wurde. Er zeigte einen distinguierten Umgang mit der fremden Tonlage, doch kann jetzt gewissermaßen in seiner Paraderolle Arien schmettern, zum Beispiel bei Auslandsgastspielen im Hindukusch. Man ist versuch zu sagen: Wer so gut angezogen ist und sich so gut ausdrücken kann, der kann kein schlechter Sänger sein. Eigenschaften, die sein Vorgänger leider oft vermissen lies. Aber das führt mich zu:</p>
<p><strong>Franz-Josef Jung: Minister für Arbeit und nicht Soziales</strong><br />
Jung kam erst als Notnagel ins letzte Kabinett, nachdem der eigentliche Startenor Koch eine Verlängerung seines Engagements in Wiesbaden vorzog. So war die Rolle, die Jung singen musste, auch etwas zu groß für seinen Stimmumfang, er wirkte in den oberen Lagen unsicher und in den tiefen Lagen eher substanzlos. Nun wollen wir mal hoffen, dass ihm seine neue Partitur besser liegt, denn als Arbeits- und Sozialminister muss er auch viele schwierige Linien singen. Insider behaupten jedoch, dass seine Stimmqualität nicht für ein Ensemble dieser Größenordnung ausreicht, dass er lieber im Erbacher Männergesangverein trainieren solle. Bezeichnenderweise wurde ein Teil seiner Partituren umgeschrieben, um von seiner Kollegin Ursula gesungen zu werden.</p>
<p><strong>Ursula von der Leyen: Ministerin für Familie, Senioren, Frauen, Jugend, Soziales und moralische Integrität</strong><br />
Die begabte Sopranistin (ihr Talent wurde ihr väterlicherseits vererbt) trat vor vier Jahren dem Ensemble bei und machte schnell Furore, galt als beliebtestes Chormitglied. Doch der Erfolg stieg ihr zu Kopfe und sie begann, ihren eigenen Kopf durchzusetzen. Mit ihrem Kabinettskollegen Schäuble veranstaltete sie einige Gesangsduette mit &#8220;modernen&#8221; Interpretationen des Grundgesetzes. Was bei parteiinternen Auftritten und auf Senioren-Kaffeefahrten stürmisch umjubelt wurde, fiel beim deutlich kritischeren Publikum unter 75 durch. Sie überlegte jetzt sich bei der Neubesetzung des Kabinetts ihre Stimme abzugeben und lieber die Rolle der Gesundheitsministerin zu übernehmen, doch mit der Hinzunahme des Bereichs &#8220;Soziales&#8221; wurde ihre Stimme ausreichend aufgewertet, so dass die launische Diva zufriedengestellt wurde.</p>
<p><strong>Ilse Aigner: Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz</strong><br />
Nachdem dem Ingolstädter &#8220;Heiland&#8221; Horst Seehofer die Rolle des ersten Tenors in der bayrischen Staatsoper/-kanzlei angetragen wurde, die er in bester wagnerischer Imposanz ausfüllt, musste seine Rolle im Bundeskabinett neu vergeben werden. Die Wahl fiel schließlich auf Ilse Aigner, von der man sagt, dass vor allem ihre regional-bayrische Herkunft sie für dieses Amt qualifizierte. Sie sang in den letzten Monaten in bester Tradition ihres Vorgängers die Oper zu Ende, ohne sich jedoch in den Vordergrund singen zu können. Ihr Duett mit dem Bauernverband fand kein Gefallen bei den Kabinettskollegen, die lieber der Nahrungsmittelindustrie und dem Einzelhandel wohlgefällige Klänge hoffen. Daher ist von ihr auch sicherlich nicht zu erwarten, dass sie die Rolle der Walküre des Verbraucherschutzes übernehmen wird. Vermutlich wird diese Rolle aus der kommenden Oper einfach hinausgestrichen und durch eine Kinderporno-Arie der Familienministerin ersetzt.</p>
<p><strong>Philipp Rösler: Minister für Gesundheit</strong><br />
Der niedersächsische Newcomer gilt als zweiter Guttenberg, aber da sein Idol sowie der Vizekanzler die großen Rollen beanspruchen, bleibt ihm nur die Rolle des Gesundheitsministers. Sie gilt als besonders schwierig zu meistern, denn es gilt die Balance zwischen Pharmaindustrie, Ärzteverbänden und Versicherungen zu finden. Ob Rösler das Format besitzt, hier eine gute Mischung zu finden und ob er es schafft, seiner Stimme Geltung zu verschaffen, bleibt fraglich. In vier Jahren wird das Publikum beurteilen können, ob er besser war als seine Vorgängerin Ulla Schmidt, die viel gescholten wurde, aber es durchaus verstand, sich gegen die schrillen Lobbysirenen durchzusetzen.</p>
<p><strong>Peter Ramsauer: Minister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung</strong><br />
Der rustikale Bariton konnte sich in den letzten Jahren vor allem als Erste Stimme des bayrischen Parlamentschors einen Namen machen. Nun strebt er nach Höherem, doch ihm bleibt nur das undankbare Amt des Verkehrsministers. Dieses Amt besitzt so gut wie keinen eigenen Interpretationsspielraum. Ramsauer darf hier lediglich die Noten singen, die seine Vorgänger arrangiert haben &#8211; bei einer Autobahneröffnung etwa. Und alle Arrangements, die er selbst setzt, werden frühestens ein sieben bis zehn Jahren uraufgeführt werden, und dann vermutlich von einem anderen Minister gesungen werden.</p>
<p><strong>Norbert Röttgen: Minister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit</strong><br />
Auch dies ist eine der schwierigsten Rollen der Oper. Sie wurde erst mitte der 80er Jahre nachträglich hinzugefügt, nachdem das Publikum sich immer stärker für Umwelt und Naturschutz interessierte. Doch viele Jahre wurde diese Rolle nur stiefmütterlich auf die Bühne gebracht, zumeist als Komparse. Doch diese Rolle hat große Karrieren hervorgebracht, Klaus Töpfer etwa ging auf die internationale UN-Bühne und ist nun Indendant bei einer eigenen Oper. Auch &#8220;Kohls Mädchen&#8221; hat eine hervorragende Karriere gemacht, sie ist nun Kanzlerin.</p>
<p><strong>Dirk Niebel: Minister für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung</strong><br />
Eine schwere Rolle übernimmt der bisherige Einheizer des Parteichores. Er muss die &#8220;rote Heide&#8221; beerben, die diese Rolle im Ensemble mit großem Eifer und Souveränität sang. Das Publikum hat sich an sie bereits gewöhnt und es ist fraglich, ob Niebel dasselbe Engagement aufbringen wird oder ob er nur die Gelegenheit ergriffen hat, auf diese Weise einen eigenen Eintrag im Opernführer zu erhalten.</p>
<p><strong>Annette Schavan: Ministerin für Bildung und Forschung</strong><br />
Auch sie übernimmt dieselbe Rolle aus der letzten Spielzeit und ist damit neben der Ersten Sopranistin Merkel, dem &#8220;Mädchen für alles&#8221; von der Leyen und der bayrischen Quotenfrau Aigner das einzige Ensemblemitglied, das seine alte Rolle behält. Bei ihr ist es allerdings eher die Not, dass es für sie keine brauchbare andere Rolle gibt, die sie singen könnte. Die meisten Rollen sind zu anspruchsvoll für ihre Stimme und so bleibt sie einfach Bildungsministerin, denn da hat sie nicht so viel zu singen. Im Orchester würde sie die Becken schlagen, sie hätte zwei, drei Einsätze während einer ganzen Symphonie und dann würde sie den Einsatz vermutlich sogar noch verpassen. Daran ist sie selbst aber nicht unschuldig, denn in ihrer Rolle als führende Altstimme der baden-württembergischen Landesregierung hat sie in der Föderalismuskonferenz die Partitur des Bundesbildungsministeriums deutlich zusammengestrichen. War ihr das als Landesministerin noch äußerst angenehm, darf sie in Berlin zumeist nur noch zuschauen und gelegentlich im Takt klatschen.</p>
<p>Naja, ich bin sehr gespannt, ob dieses Stück eine Verlängerung über diese Spielzeit hinaus bekommt und ob nicht ein paar der Darsteller schon mitten während der Spielzeit ausgewechselt werden.</p>
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		<title>guttenberg&#8217;s ghostwriters</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 16:25:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>E.</dc:creator>
				<category><![CDATA[germany]]></category>
		<category><![CDATA[guest articles]]></category>

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		<description><![CDATA[by Jana Jarecki
Three days ago, head of the German Ministry for Economic Affairs, Karl-Theodor zu Guttenberg, once more outsourced creating a draft version for a law to the international law firm Linklaters. You might remember the debate whether he should have outsourced writing the draft version of a law regulating financial markets (Gesetz zur Erg&#228;nzung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>by Jana Jarecki</strong></p>
<p>Three days ago, head of the German Ministry for Economic Affairs, Karl-Theodor zu Guttenberg, once more <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,643607,00.html">outsourced creating a draft version for a law</a> to the international law firm Linklaters. You might remember the debate whether he should have outsourced writing the draft version of a law regulating financial markets (<em>Gesetz zur Erg&#228;nzung des Kreditwesensgesch&#228;ftes</em>) to the very law firm or should rather have adviced a ministry to prepare it in house. I’d like to talk about the latter case.</p>
<p>It is common practice in Germany to involve external expertise in the drafting process of a bill. Nonetheless certain questions should be addressed concerning Guttenberg&#8217;s Ghostwriters for the financial market law: Did he observe the rules for public tenders? Is outsourcing necessary in this particular case? If so, is Linklaters a good institute to carry out the job?</p>
<p><em>(i) Very basic, the procedure of searching for a relevant agent to carry out the job has to meet the requirements for any public tender: make it accessible for as much companies as possible in order to get the job done by the most qualified as well as priciest institute. </em>  According to Guttenberg, his ministry had inquired several law firms. Not only offered Linklaters to take the job cheapest but also were some of the remaining law firms bound by contracts with other departments. He seemed to have fulfilled this requirement, although I do not see the argumentative value of his second argument.</p>
<p>
<span id="more-1684"></span>
</p>
<p><em> (ii) Outsourcing an administrative task to an external agent is tax-financed and thus all costs for the procedure have to be transparent. </em>  Linklaters, asked about the costs, did not reveal any of this information. Criticism, which I found on the internet, hence, fails: a lawyer has – by law – the obligation of secrecy concerning information about his mandate. Meaning the lawyers at Linklaters cannot reveal any information about the contractual relationship. Besides that, the contracting ministry itself is obliged to inform the public about costs and contract conditions concerning the outsourcing. The Ministry of Commerce was explicitly asked to disclose the information by members of the Green Party in August but <a href="http://alex-bonde.de/fileadmin/user_upload/downloads/anfragen/linklaters__2_.pdf_datei.pdf">refers to non-disclosure regulations</a>  within parliament. I am not a lawyer and cannot judge about that, but notice: in 2008, the German Budget Committee demanded <a href="http://www.bundestag.de/presse/hib/2008_06/2008_165/01.html">more transparency</a> about involving external advisors in administrative tasks and explicitly stated formulating drafts for bills among these tasks. I doubt that the Department of Commerce fulfilled this requirement cautiously enough.</p>
<p><em>(iii) Furthermore outsourcing has to meet the criterion, that the ministry (at the end of a long line of  legitimation by our vote) does not hand all its legislative sovereignty to an external company. </em>  Although the Department of Commerce claims to have <a href="http://alex-bonde.de/fileadmin/user_upload/downloads/anfragen/linklaters__2_.pdf_datei.pdf">adjusted</a> the law firm&#8217;s draft it seems, the Department forwarded it without changes to several other ministries (<a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/996/483443/text/">having Linklaters&#8217; Logo still on top</a>). Was the draft that good? Even if the draft had  perfectly met the conditions, I know that, from a psychological viewpoint, the sheer presence of a logo can have effects on how to receive a written piece and how to judge it. This has to be handled more carefully.</p>
<p><em>(iv) Any conflict of interests between the matter in question and the law firm creating the draft should be avoided</em>, which the Department of Commerce claimed to have considered. Aim of the <em>Gesetz zur Erg&#228;nzung des Kreditwesensgesch&#228;ftes</em>  is to create a more effective regulation of capital markets. Linklaters, however, is partner of a company called <a href="http://www.tsi-gmbh.de/home.html?L=1&#34">True Sale International (TSI)</a>, which according to itself aims at promoting the German securisation market  and Linklaters explicitly is  responsible for  advice on capital-market operations:</p>
<blockquote><p>
In particular, our practice advises on:</p>
<ul type=”square”>
<li>  true sale term and conduit transactions involving any asset classes</li>
<li> <strong> synthetic securitisation structures</strong></li>
<li>  secured loan transactions</li>
<li>  CDOs</li>
<li> <strong>Derivatives</strong></li>
<li>  (&#8230;)</li>
</ul>
</blockquote>
<p>The List of  <a href="http://www.tsi-gmbh.de/unternehmen/partner/linklaters.html?L=1">highlights</a> contains advice on the first true sale securitisation of a portfolio of unsecured consumer loans, which is a form of securisation taking a position completely out of a bank&#8217;s balance sheet, including all risks, which are being sold to the investor. <br />
This means that the law firm being advisor to a major promoter of asset backed securities from the beginning on is now responsible for creating the law restricting this very sector. I do see conflicting interests here.</p>
<p><em>(v) The contracted agent shall not have the opportunity to bring in its own interests through the formulation of the law. </em>  President of the German Lawyers&#8217; Association Wolfgang Ewer states the possibility that Linlaters preserved self-interests would be low by reason of the legislative process, which the draft bill has to pass, alone. Considering the lack of quality of that legislative process in Germany in recent times (e.g. plenary speeches frequently submitted in  <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/655/479149/text/">written form</a> only instead of leading to a substantial discussion, parliamentarians being absent when it comes to important topics like the internet censorship law), I find this argument very problematic.<br />
The Department of Commerce itself  <a href="http://alex-bonde.de/fileadmin/user_upload/downloads/anfragen/linklaters__2_.pdf_datei.pdf">justifies outsourcing</a>  by (1) the need for a fast draft version and (2) a current lack of personnel resources with enough practical experience for the complex, diverse legal questions within the Department of Commerce. Concerning (1): Indeed, outsourcing  speeds up the drafting process a lot. But does this make the law any better? Concerning (2): My personal view is, that the ministry did not lack manpower: There are 1800 employees in the Department of Commerce alone and the draft should be created in cooperation with the Department of Justice. However, this point is debatable: More than 10000 jobs within the supreme federal authority have been axed between 2004 and 2005 and the ministries were not prepared for the workload due to the financial crisis.<br />Assume, the Department itself lacks those resources, how do the ministers trust parliament to have enough specialized practical experience and knowledge to find lobby interests hidden in the draft version of  a law firm&#8217;s bill?<br />
The Federal Government says it was the <a href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/125/1612547.pdf">obligation of the contractor</a> (read: Linklaters!)  to ensure that legal standards are obeyed. This means they obligate the profiteer of the conflict of interest to avoid the very conflict.</p>
<p><em>(vi) The ministry has to ensure that sufficient professional knowledge is at least brought in by the agent they employ.</em>Say, they cannot provide the knowledge in house. If so, it is necessary to guarantee that the external agent is capable of at least the same or even more amount of expertise in comparison to an in house expert. Responsible for the draft at Linklaters was <a href="http://www.linklaters.com/WhoWeAre/OurPeople/Pages/JanEndler.aspx">Jan Endler</a> whose special fields of law are</p>
<blockquote><p>European Law, e.g. Public Procurement Law, Law of Regulated Industries (Water, Traffic, Energy, Healthcare), State Aid, Law of Subsidies, advice during privatisations, Environmental Law.</p></blockquote>
<p>Financial banking law is not among those fields.</p>
<p>To sum it up:<br />
It is neither ensured that the draft was created by an expert within the law firm Linklaters nor seem Linklaters free of conflicting interests concerning the regulation of financial markets and furthermore it is unlikely that interests carefully hidden in the law would be recognized by parliament or the ministers.</p>
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		<title>Agnostizismus</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2005 12:33:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>E.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hier eine sehr gute wissenschaftliche Abhandlung ueber den Agnostizismus &#8211; vielen Dank an die Autorin und Freundin Andrea F., bei der alle Rechte liegen.
Der Artikel liegt auch im rtf Format vor. 
(Und an den Herrn Professor: um jeglichen Plagiatverdacht auszuraeumen wird nochmal versichert, dass ich das Dokument am 19. Oktober 2005 von der genannten Autorin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier eine sehr gute wissenschaftliche Abhandlung ueber den Agnostizismus &#8211; vielen Dank an die Autorin und Freundin Andrea F., bei der alle Rechte liegen.<br />
Der Artikel liegt auch im <a href="http://www.revelation-of-silence.com/upload/agnostizismus.rtf" target="blank">rtf Format</a> vor. </p>
<p>(Und an den Herrn Professor: um jeglichen Plagiatverdacht auszuraeumen wird nochmal versichert, dass ich das Dokument am 19. Oktober 2005 von der genannten Autorin erhalten habe.)</p>
<p><strong>Agnostizismus</strong></p>
<p>Der Begriff Agnostizismus wurde im Jahre 1869 von Thomas Henry Huxley (1825-1895) in die philosophische Fachsprache eingeführt (Rahner 1972: 39). Er bezeichnet eine geistige Haltung, die der Ansicht ist, dass der Mensch vom Metaphysischen, Übernatürlichen, Absoluten nichts wissen könne und daher in seinen Aussagen entsprechend zurückhaltend sein solle (Mächler 1977: 111). </p>
<p><span id="more-221"></span></p>
<p>Etymologisch stammt der Begriff von dem griechischen Wort „gnosis“ ab. Dies bedeutet Erkenntnis oder Einsicht und wird durch das Präfix „a“ negiert. </p>
<p>Auch wenn der Ausdruck Agnostizismus jung ist, so ist die Haltung schon bei den griechischen Sophisten zu finden. Bereits Protagoras schrieb: “Von den Göttern weiß ich nichts, weder daß es solche gibt, noch daß es keine gibt” (Deschner 1977: 139). </p>
<p>Im Grunde genommen bestand keine Notwendigkeit für die Schaffung dieses Begriffes, denn er steht in seiner Bedeutung dem schon seit der Antike existierenden Skeptizismus sehr nahe. Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal besteht im Umfang dessen, was als nicht erkennbar angesehen wird. Während der Skeptizismus davon ausgeht, dass die Erkenntnisfähigkeit des Menschen insgesamt eingeschränkt ist, beschränkt sich der Agnostizismus darauf die Erkenntnis von Dingen auszuschließen, die den Rahmen des Empirischen übersteigt (Garvie 1955: 215).</p>
<p>Huxley entwickelte den Begriff Agnostizismus um seine eigene geistige Einstellung den Mitgliedern der “Metaphysical Society” gegenüber formulieren zu können. Er wählte dazu den Begriff “a-gnostic”, um seine gegensätzliche Einstellung zu den Gnostikern der Kirchengeschichte auszudrücken, die die Erkenntnis über Bereiche erklärten, von denen Huxley überzeugt war, nichts wissen zu können (Huxley 1889). Er stützte sich bei seiner Argumentation des Agnostizismus insbesondere auf die Teile der Erkenntnistheorien von Immanuel Kant (1724-1804) und Sir William Hamilton (1788-1856), auf die sich schon Henry Longueville Mansel (1820-1871), ein bedeutender Denker der anglikanischen Kirche, in seinem Werk “The Limits of Religious Thought” bezogen hatte. Während Mansel versuchte anhand der Erkenntnistheorien die Autorität der Bibel und der Kirche zu untermauern, nutzte Huxley Mansels Argumente um die Seriosität der Metaphysik zu untergraben (Lightman 1987: 9). Weitere bedeutende Agnostiker des viktorianischen Englands waren John Tyndall (1820-1893) und Herbert Spencer (1820-1903). Wie viele Agnostiker dieser Zeit kritisierten auch sie nicht die von Jesus Christus begründete Religion, sondern verehrten Jesus Christus und seine Lehren und sahen die Bibel als ein Buch großen Wissens und Schönheit an (Lightman 1987: 122). Ihre Kritik galt viel mehr dem degenerierten Zustand des modernen Christentums, welches für sie nur eine Perversion der ursprünglichen Religion darstellte (Lightman 1987: 121). Des Weiteren waren sie davon überzeugt, dass Religion und Naturwissenschaft ohne einander nicht auskommen können. Die Konflikte würden einzig zwischen den Naturwissenschaften und der Theologie, die von der Religion zu trennen sei, liegen (Lightman 1987: 131).</p>
<p>Auch wenn der Terminus Agnostizismus erst 1869 durch Huxley geprägt wurde, verdammte die katholische Kirche die Anschauung schon auf dem ersten Vatikanischen Konzil (1870). Sie formulierte den Lehrsatz, dass auf Grund der Offenbarung Gottes in seiner Schöpfung eine natürliche Gotteserkenntnis grundsätzlich möglich sei. Dementsprechend grenzte sie sich zunächst sehr stark gegen den Agnostizismus ab, da dieser das Übersinnliche für nicht erkennbar hält und der Metaphysik den Status einer Wissenschaft abspricht (Gustafsson 1978: 97). Das zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) erwähnte den Agnostizismus nur noch an einer Stelle als durch den Fortschritt der Naturwissenschaft und Technik möglicherweise begünstigte philosophische Richtung, die jedoch auf Grund ihrer Methode nicht zu den innersten Seinsgründen vordringen könnte (Weger 1993: 242).</p>
<p>Für gewöhnlich werden zwei Hauptströmungen, der reine und der dogmatische Agnostizismus, unterschieden, denen zusätzlich der tragische Agnostizismus entgegengesetzt werden kann.</p>
<p>Der reine Agnostizismus wird auch als “Agnostizismus des Unglaubens” bezeichnet, da dieser die Existenz Gottes weder verneint noch anerkennt, dass der Mensch eine sichere Erkenntnis darüber erlangen könnte. Die Vertreter dieser Form nehmen nur auf der Ebene wissenschaftlicher Beweisführungen zum Gottesproblem Stellung (Gustafsson: 97). Auch der dogmatische Agnostizismus verneint die Möglichkeit objektiv Gewissheit von der Existenz Gottes erlangen zu können. Als “Agnostizismus des Glaubens” räumt er jedoch ein, dass der Mensch auf Grund des Glaubens oder des Gefühls subjektiv von der Existenz Gottes überzeugt sein könne. Dies wird im Wesentlichen damit begründet, dass der Glaube eine Antwort auf ein Bedürfnis, eine tiefe Sehnsucht im Herzen der Menschen ist (Gustafsson: 98). Zusätzlich verbreitete sich die Form des tragischen Agnostizismus. Einer der bekanntesten Vertreter dieser Form des agnostischen Denkens dürfte Bronislaw Malinowski sein. In einer Rede im englischen Rundfunk 1930 stellte er fest, dass er auf Grund der Wissenschaft Agnostiker sei und an keine positive Religion glauben könne. Trotz allem verspüre er ein Verlangen nach Gott, das er jedoch nicht zufrieden stellen könne (Gustafsson: 99). </p>
<p>Als Agnostiker der Neuzeit werden Hume, Kant (mit Einschränkungen), Comte, Spencer, Darwin, Russell und Camus bezeichnet (Deschner 1977: 139). Im europäischen Kulturraum ist die Meinung, dass sich über die Existenz Gottes rational nichts Verbindliches ausmachen lasse, heute deutlich verbreiteter, als man dies auf Grund der kurzen Anmerkung des zweiten Vatikanischen Konzils annehmen könnte. Dabei wird der Agnostizismus von den Individuen oftmals nicht reflektiert, sondern einfach gelebt (Weger: 242). Wenn aber die Unbegreiflichkeit des Daseins zum heutigen Menschen gehört, so muss die Theologie im Agnostizismus von heute „einen Ansatzpunkt wahrer Gottes-‚Vorstellung‘ sehen“ (Weger: 242). Denn auch im Christentum selbst sind agnostische Ansätze und Traditionen zu finden. So wird von der dialektischen Theologie eingeräumt, dass der Mensch von sich aus nicht in der Lage ist Gott zu erkennen und somit nur die &#8211; auf Grundlage der Erkenntnistheorie nicht abgesicherte &#8211; Glaubensentscheidung bleibt (Wehovsky 1983: 36). Abschließend kann gesagt werden, dass „theologisches Vielwissen über Gott wie das Zerreden eines Geheimnisses empfunden werden [kann], über das sich der Agnostiker lieber eines Urteils enthält und schweigt“ (Weger: 243).</p>
<p><strong>Literaturverzeichnis</strong></p>
<p>Deschner, Karlheinz. 1977. „Warum ich Agnostiker bin“. In: Deschner, Karlheinz (Hg): Warum ich Christ/ Atheist/ Agnostiker bin. Köln. S. 115-188.<br />
Garvie, Alfred E. 1955. „Agnosticism“. In: Hastings, James (Hg): Encyclopedia of Religion and Ethics, Volume 1. Edinburgh. S 214-220.<br />
Gustafsson, Berndt. 1978. „Agnostizimus III. Ethisch”. In: Krause, Gerhard und Müller, Gerhard (Hg): Theologische Realenzyklopädie Band II. Berlin. S. 96-100.<br />
Huxley, Thomas Henry. 1889: Agnosticism. Collected Essays V. Electronic Document. [19.09.2005] http://aleph0.clarku.edu/huxley/CE5/Agn.html<br />
Lightman, Bernard. 1987. The Origins of Agnosticism: Victorian Unbelief and the Limits of Knowledge. Baltimore and London.<br />
Mächler, Robert; Marti Kurt. 1977. Der Mensch ist nicht für das Christentum da. Ein Streitgespräch über Gott und die Welt zwischen einem Christen und einem Agnostiker. Hamburg.<br />
Rahner, Karl. 1972. „Agnostizismus”. In: Rahner, Karl (Hg): Herders Theologisches Taschenlexikon, Band 1. Freiburg im Breisgau. S. 39-41.<br />
Weger, Karl-Heinz. 1993. „Agnostizismus, II. Theologisch”, In: Kasper, Walter (Hg): Lexikon für Theologie und Kirche. Freiburg im Breisgau. S. 241-242.<br />
Wehovsky, Stephan. 1983. „Agnostizismus“. In: Fahlbusch, Erwin (Hg): Taschenlexikon Religion und Theologie. Göttingen. S. 36. </p>
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