Archive for the ‘all postings’ Category
Posted by E. on November 19th, 2008 in
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mad world
Frankreichs Präsidenz Sarkozy hat verfügt, dass Fußballspiele der französischen Nationalmannschaft abgebrochen werden, wenn die französische Nationalhymne ausgepfiffen wird - was vornehmlich bei Teams aus Nordafrika passiert, so geschehen z.B. im Oktober gegen Tunesien.
Heute abend spielt Frankreich gegen Uruguay - und es gibt wohl einige, die sehen wollen, wie ernst es Sarkozy mit dieser Verfügung ist …
Deshalb werden hinter verschlossenen Türen Abwehrszenarien entworfen. Und zwar: Bei mittellautem Pfeifkonzert - die Musikanlage im Stadion stärker aufdrehen. Bei ganz lauten Pfiffen – das Stadion evakuieren. Wie dann – bei ausverkauftem Haus – 80.000 Zuschauer friedlich nach Hause geschickt werden sollen – darauf gibt es keine Antwort. Viele Fans schütteln den Kopf.
– Quelle: tagesschau.de
Posted by E. on November 15th, 2008 in
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nerdworld
IsoHunt founder Gary Fung has published a short essay on copyright , in which he points out some major issues of the copyright infringement debate; some of the links in the essay are very recommendable as well, for instance the article who owns ideas?.
A few quotations (I did not insert original links, please check out the article on IsoHunt for those):
When sharing equals copying on the internet and the direct cost of that sharing is effectively $0 (it doesn’t cost you anything to share videos on Youtube or BitTorrent), it makes copyright infringement so easy that even Dan Glickman can do it. So easy that a mom like Stephanie Lenz can do it when she posted a video of her 13-month-old son dancing to Prince’s music.
(…)
Remixing and sharing is good for culture, suing consumers and technologists who enable sharing is destructive for everyone. The internet is a more efficient information machine than the printing press or VCR ever was, and also a whole different animal. It’s time the content industries learn to put it to better use as well, by discarding past notions of how business is done based on an economy of scarcity. In Star Trek, currency becomes irrelevant with virtually unlimited “copying” of physical objects with the Replicator. The internet is the Replicator of information. When a 13-month-old dances to Prince’s music, copyright infringement is nowhere near his consciousness. It’s an endorsement that he likes it, pure and simple.
(…)
I’ve said a number of times that I’m not against copyright, but copyright does need significant reform in the internet age. If all this rampant copying on BitTorrent and the internet has not made a dent in Hollywood’s record earnings, why can’t we all just get along without rabid lawsuits? Why can’t they see that sharing and remixing is a human urge for culture, and when we share and remixes art, it’s not a liability but an endorsement for the artist or author or producer?
When the majority of society has no ethical conviction of wrongdoing when they violate copyright law, it’s not society that’s wrong, it’s the law. Because no one can really own ideas. Newton once said, “If I have seen further it is only by standing on the shoulders of Giants.” It’s how the arts and sciences progresses. We share, we inspire and we remix.
And since this post is all about sharing: feel free to share this article, Gary posted it under the CC BY-SA license.
Posted by E. on November 13th, 2008 in
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poetry
If (by Rudyard Kipling)
If you can keep your head when all about you
Are losing theirs and blaming it on you;
If you can trust yourself when all men doubt you,
But make allowance for their doubting too;
If you can wait and not be tired by waiting,
Or being lied about, don’t deal in lies,
Or being hated, don’t give way to hating,
And yet don’t look too good, nor talk too wise:
If you can dream — and not make dreams your master;
If you can think — and not make thoughts your aim;
If you can meet with Triumph and Disaster
And treat those two imposters just the same;
If you can bear to hear the truth you’ve spoken
Twisted by knaves to make a trap for fools,
Or watch the things you gave your life to, broken,
And stoop and build ‘em up with worn-out tools;
If you can make one heap of all your winnings
And risk it on one turn of pitch-and-toss,
And lose, and start again at your beginnings
And never breathe a word about your loss;
If you can force your heart and nerve and sinew
To serve your turn long after they are gone,
And so hold on when there is nothing in you
Except the Will which says to them: “Hold on!”
If you can talk with crowds and keep your virtue,
Or walk with kings — nor lose the common touch,
If neither foes nor loving friends can hurt you,
If all men count with you, but none too much;
If you can fill the unforgiving minute
With sixty seconds’ worth of distance run –
Yours is the Earth and everything that’s in it,
And — which is more — you’ll be a Man, my son!
— Thanks to Alice
Posted by E. on November 13th, 2008 in
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religion
“God does not play dice with the universe; He plays an ineffable game of His own devising, which might be compared, from the perspective of any of the other players (i.e. everybody), to being involved in an obscure and complex version of poker in a pitch-black room, with blank cards, for infinite stakes, with a Dealer who won’t tell you the rules, and who always smiles.
— Neil Gaiman, Good Omens
Posted by E. on November 13th, 2008 in
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Aus einer (von mir leicht editierten) Email von einem Freund, der heute bei einer studentischen Aktion im bayerischen Landtag teilnahm:
Heute war im Landtag die erste Lesung des Antrags der SPD-Fraktion auf Abschaffung der Studiengebühren in Bayern. Frau Rupp und Frau Zacharias haben eingeladen, und wir waren mit ungefähr 45 Leuten dort. Zunächst haben wir mit den beiden über unsere Punkte geredet. Dabei ging es in erster Linie um zweckfremde Verwendung der Gebühren, fehlende Rechenschaftsberichte und das fehlende Mitbestimmungsrecht.
Zur Lesung des Antrags sind wir dann in den Plenarsaal auf die Besuchertribüne gegangen. Unsere Schilder mit dem Spruch: “Gegen Gebühren!!!” hat uns die Polizei abgenommen, noch bevor wir sie richtig hochhalten konnten, die SPD hat uns applaudiert, die CSU hat gefordert, dass wir ermahnt werden. Das ging dann stufenweise so weiter bis wir uns schließlich darauf beschränkten, aufzustehen, um unsere Zustimmung auszudrücken, was ebenfalls nicht erlaubt war.
Kurz vor Ende der Lesung kamen unsere schicken T-Shirts mit dem Slogan “Studiengebühren - der stärkste Kontrast zu Gerechtigkeit” zur Geltung, wir haben sie angezogen, woraufhin wir vor die Wahl gestellt wurden, rauszufliegen oder uns hinzusetzen. Wir haben uns für letzteres entschieden, aufgefallen sind wir trotzdem. Das Ziel war ja nicht, das Parlament zu stören, sondern dem Antrag den Rücken zu stärken und Präsenz zu zeigen. Das grauköpfige Ehrenbattalion der Fallschirmspringer in der Reihe vor uns war wenig begeistert, die Medien haben uns aber gerne aufgenommen und interviewt. Überhaupt war die Resonanz durch alle Fraktionen (CSU natürlich ausgenommen) gut.
Im Anschluß haben wir mit dem Herrn Heubisch (Staatsminister Wissenschaft, Kunst, Forschung), Frau Zacharias und Frau Bulfon (neu im Hochschulausschuss FDP) gesprochen.
Herr Heubisch hat zugesagt, dass:
— er gegen die Ökonomisierung der Hochschule ist (besonders den Begriff Kunde im Zusammenhang mit Studierenden)
— er sich für eine paritätische Mitbestimmung einsetzen will (zumindest war er überrascht von den tatsächlichen Möglichkeiten der Kommissionen und hat versprochen, sich darum zu kümmern)
— er sich für eine transparente Abrechnung einsetzen wird und die Berichte direkt an uns weiterleiten will
— er sich informieren will, ob Studiengebühren tatsächlich eine finanzielle Abschreckung darstellen (…)
— falls es im Zuge dieser Abrechnung klar wird, dass die Gebühren nicht benötigt werden, hält er eine Gebührensenkung für möglich.
Wir werden diese Treffen in Zukunft häufiger halten, alle Politiker haben sich interessiert gezeigt, mehr davon zu hören, wie ihre Gesetze in der Realität aussehen.
– Und nochmal danke an Wenzel!
Posted by E. on November 13th, 2008 in
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university
Informationsabend und öffentliche Diskussion über Konkordatslehrstühle in Bayern
(Dienstag, 18. November, 18 Uhr, Leopoldstr. 13 “Schweinchenbau”, Raum 2401)
Die Kurzfassung: in vielen Fachbereichen wie Philosophie, Politik oder Soziologie existiert an bayerischen Hochschulen ein Konkordatslehrstuhl, dessen Inhaber erst ernannt werden darf, wenn die katholische Kirche ihr “go” gibt.
Dagegen wird nun von einigen Personen geklagt: sie wurden nicht in Berufungsverfahren für Professuren aufgenommen, da sie nicht der katholischen Religionsgemeinschaft angehören.
Bei der Besetzung von Lehrstühlen an Bayerischen Universitäten hat die katholische Kirche auch im Jahr 2008 noch ein entscheidendes Mitspracherecht! Und das in ganz weltlichen Fächern, wie Philosophie, Pädagogik und den Gesellschaftswissenschaften (i.d.R. Politik oder Soziologie). An fast allen bayerischen Universitäten existiert für jeden dieser Fachbereiche jeweils ein sogenannter Konkordatslehrstuhl, dessen Inhaber erst ernannt werden kann, wenn vom zuständigen Bischof hinsichtlich seines „katholisch-kirchlichen Standpunktes” kein Einwand erhoben wird.
Grundlage dafür ist ein zwischen dem Freistaat Bayern und dem “Heiligen Stuhl” im Jahre 1924 abgeschlossenes Konkordat (Staatskirchenvertrag), in dem der katholischen Kirche weitreichende Einflussmöglichkeiten im Bereich Erziehung und Bildung eingeräumt wurden. Nachdem im Jahre 1968 die Bekenntnisschulen in Bayern abgeschafft wurden und damit die klerikalen Privilegien zunächst eingeschränkt waren, wurde in einer Änderung des Konkordatsvertrages im Jahre 1974 die Einflusssphäre verstärkt auf die Universitäten verlagert. Die Intention war, wenigstens auf die Ausbildung der LehrerInnen einwirken zu können.
[…]
So war es auch bei einem Privatdozenten an der Philosophischen Fakultät der Uni München, Dr. Alexander von Pechmann, als er sich auf den zur Besetzung ausgeschriebenen Lehrstuhl für Praktische Philosophie an der Universität Erlangen-Nürnberg bewerben wollte. Trotz fachlicher Qualifikation ist er von vornherein von dem Berufungsverfahren ausgeschlossen, da er nicht der katholischen Relionsgemeinschaft angehört.
Gemeinsam mit sechs weiteren HochschullehrerInnen ist er nun einer der Kläger gegen die Konkordatsbindung von Lehrstühlen. Die Kläger argumentieren, dass diese Benachteiligung aufgrund des religiösen Bekenntnisses verfassungswidrig ist, d.h. sowohl gegen die Verfassung des Freistaates Bayern, das Grundgesetz sowie das Gleichbehandlungsgesetz der Europäischen Union verstößt.
Mit der Veranstaltung “Professur von Bischofs Gnaden - Zu Konkordatslehrstühlen und warum sie abgeschafft gehören” am Dienstag, den 18. November, will die Lehramtskampagne (eine studentische Initiative) der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft, eine Diskussion über die Konkordatslehrstühle anstoßen und damit das Anliegen der KlägerInnen unterstützen.
[…]
– Danke an Wenzel für die Info