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lotto in bulgarien

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Während sich in vielen westeuropäischen Demokratien Parteien, Medien und Wähler längst an eine Wahlbeteiligung weit unter der 70-Prozent-Marke gewöhnt haben, will die Regierung in Sofia die Politikverdrossenheit nicht ohne weiteres hinnehmen. Mehr als 30 Prozent der Bulgaren wollen Umfragen zufolge nicht an der Parlamentswahl am 25. Juni teilnehmen. Deshalb – so heißt es in Medienberichten – ersann die Mannschaft um Ministerpräsident Simeon Sakskoburggotski eine besondere Idee, die Wähler an die Urnen zu locken: Wer seiner Bürgerpflicht Folge leistet, wird mit Gewinnaussichten belohnt.
In einer Tombola winken Computer und Mobiltelefone als Hauptgewinne. Insgesamt will sich die Regierung den Medienberichten zufolge das ungewöhnliche Motivationsprogramm vier Millionen Lewa (etwa zwei Millionen Euro) kosten lassen.

[Quelle: tagesschau.de]


May 21st, 2005  

4 Responses to “lotto in bulgarien”

  1. Basti
    May 22nd, 2005 at 01:58

    Ich bin ja immer noch für eine Strafgebühr bei Nicht-Wählen…


  2. zxzy
    May 23rd, 2005 at 01:52

    Ernsthaft? Ich hab eher das Gefühl das zuviele Leute wählen als zuwenig.


  3. e.
    May 23rd, 2005 at 10:27

    Du bist der Meinung, dass zu viele Leute falsch wählen, oder dass zu viele Leute wählen?
    Ich fordere ja nach wie vor den Wahlführerschein: Jeder, der zur Wahl geht, hat eine gewisse Chance, dass er sich nach der Wahl vor einem unabhängigen und neutralen Gremium rechtfertigen muss, wieso er gewählt hat. Da die meisten Leute von Politik keine Ahnung haben und aus Sympathie, Antipathie oder Angepasstheit wählen, würden sie dadurch sicherlich abgeschreckt – und es würden mehr die Stimmen ins Gewicht fallen, die wählen, weil sie sich etwas dabei denken.


  4. Denis
    May 30th, 2005 at 14:53

    Also ich bin der Meinung das auf jeden Fall zu wenig Leute wählen als zuviel. Und das ein drittel der Bevölkerung nicht wählt ist eigentlich ein Armutszeugnis für eine Demokratie. Daher sollten eher Wahlanreize als Abschreckungen gesetzt werden.
    Und wenn nur diejenigen wählen dürften die sich in der Politik auskennen und wissen wie die Entscheidungen zustande gekommen sind, dann wählen sich bald nur noch Politiker gegenseitig…
    Und das es vielen Leuten schwer fällt sich in dem politschen Gestrüpp zurechtzufinden sehe ich nicht primär als deren Verschulden an, sondern als Aufgabe des Staates die Informationen besser aufzubereiten und besser zugänglich zu machen. Und etwas mehr Transparenz täte darüber hinaus der politischen Kaste ganz gut. Soweit erstmal…


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