Inhalt:
Die menschliche Rasse schuf Maschinen, “Cylons”, und sie gewannen Selbstbewußtsein. Keine neue Geschichte, denkt man, aber da das Original der Serie aus dem 70ern kommt, ist es dann doch eine neue Idee.
Die Maschinen wandten sich gegen ihre Herren, und es kam zu den “Cylon-Wars”, die in einem Waffenstillstand endeten. Es wurde eine diplomatische Raumstation eingerichtet, wo sich jedes Jahr, vierzig Jahre lang, jeweils ein Diplomat beider Seiten treffen sollte – kein einziger Cylon tauchte innerhalb dieses Zeitraumes jemals auf.
Nach vierzig Jahren kommen sie, und vernichten die Rasse Mensch, die die großen Zwölf Planeten bewohnten … das letzte Kriegsschiff, die “Battlestar Galactica”, sowie wenige überbleibende zivile Raumschiffe mit insgesamt 50.000 Menschen fliehen daraufhin ins Weltall, um das Überleben der Menschen zu sichern.
Stil:
Ich mag Sci-Fi, aber ich bin kein riesiger Fan dieses Genres. Star Wars ist für mich ein netter Klassiker, es gibt einige schöne Star Trek Filme, Deep Space 9 fand ich mittelmäßig, Babylon 5 hat mir sehr gut gefallen.
Battlestar Galactica sticht sie meine Ansicht nach aber alle aus. Zum einen ist die schauspielerische Leistung in Kombination mit der dichten, auf Darstellung und zwischenmenschliche Beziehungen ausgelegte Story hervorzuheben. Grandiose Hauptcharaktere, interessante Hintergründe, die erst im Laufe der Folgen aufgedeckt werden, sehr interessante Ideen über die Cylons, gute Hintergrundmusik, spannende Weltraumschlachten und eine alles in allem realistisch dargestellte Geschichte machen diese Serie zu einer der besten Sci-Fi Serien überhaupt. Weiterhin enthält Battlestar Galactica sehr kreative Ideen zum menschlichen Universum (12 Kolonien wurden besiedelt, und die 13., die große, die verschollene, die überlegene und angebetete Kolonie soll auf den Namen “Erde” hören, auf deren Suche sich die Raumschiffe dann begeben), immer wiederkehrende philosophische und theologische Diskussionen über Gott und im Gegensatz zu aller anderen Sci-Fi zumindest halbwegs realistische Physik im Weltraum, was mir persönlich total gut gefällt.
Bis jetzt ist die erste Staffel auf Video draußen, hoffen wir, dass die anderen bald folgen werden.
Bewertung: 1-
Danke an Basti für den Hinweis auf die Serie und die Leihgabe der DVDs!
EDIT: Auch nach dem Ansehen der zweiten Staffel bin ich nach wie vor absolut begeistert !!
EDIT 21.04.2008: Auch die dritte Staffel hat mir sehr gut gefallen, die vierte hat gerade begonnen.
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May 17th, 2005 at 16:54
Ja, BG ist genial! Atmosphärisch dicht, gut gespielt und eine interessante Storyline.
Was man oft hört: Wenig neue Ideen, viel Konventionelles aus dem Genre. Das kann ich nur zum Teil bestätigen. Auf den ersten Blick sieht man viel Bekanntes: Die immer präsente militärische Struktur, die typischen amerikanisch-militärisch-sci-fi Dialoge in vielen Szenen und manches mehr.
Trotzdem geht die Serie bei vielem einen besonderen Weg. Die konstante Untergangsstimmung. Einblicke in die Gedankenwelten der Charaktere. Aufgefeiltere, zum Teil faszinierend gespielte Rollen.
Und, für alle, die Star Trek schon immer irgendwie doof fanden: Wenn ein Schiff getroffen wird, dann ist es auch ordentlich kaputt. Keine “Schild”-Technologie, die immer erstmal kaputt geschossen wird, aber dann wird mit dem Feind alles durch markante Sprüche wieder hingebogen.
Und keine sauber staub-gesaugten Gänge und glänzende Armaturen – der Kampfstern sieht so aus, wie jedes Kriegsschiff in der Realiät: Ein bisschen schmuddelig und eigentlich ziemlich ungemütlich.
Oder für alle, die Star Wars schon immer doof fanden: Keine kleinen Kinder, die süß aussehen müssen. Keine sprechenden Roboter oder Schieß-mich-tot Jar-Jar Binks.
Die erste Staffel legt schon mal ordentlich vor, ob die Serie sich mit Babylon 5 messen kann werden die – hoffentlich erscheinenden – nächsten Staffeln zeigen.